Künstler-Portrait, Shutterstock

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In unserem neuen Berliner Büro in der Kulturbrauerei sind Bilder der Künstlerin und Illustratorin Oxana Mahnac ausgestellt. Oxana Mahnac arbeitet unter anderem auch für Shutterstock. Ihre oft abstrakten Darstellungen von Menschen und Tieren beflügeln die Phantasie und zeigen die Schönheit von Formen, ohne dabei zu sehr auf Perfektion zu pochen. Die Künstlerin bringt Gefühle und Erfahrungen in ihren Bildern unter, die den Betrachter auf sinnliche Reisen durch verschiedene Stile und Techniken schicken und zum Nachdenken anregen.

Oxana erzählt über Ihren Werdegang, Inspiration und aktuelle Projekte. Ein Auszug ihrer Arbeiten und Infos ihrer aktuellen Ausstellungen sind auf ihrer Website zu finden.

Du bist Künstlerin. Was ist Dein kreatives Feld, Dein Medium?

Eines der Hauptthemen meiner Kunst ist das Frauenportrait. Kunst hilft mir, Menschen wahrzunehmen, nicht nur die visuelle Erscheinung, sondern auch ihre Charaktere, Stimmungen usw. Meine Portraits sind nicht dazu bestimmt einen Menschen naturgetreu abzubilden, sie sind eher als Schnappschussaufnahme einer Persönlichkeit zu sehen. Wenn man eine reale Person auf Papier oder Leinwand bringt, ist es wichtig den Menschen kennen zu lernen. Man muss unter die Oberfläche schauen, richtige Farben erkennen, etwas Neues entdecken, tiefer blicken. Ich mag es, mit reinen, klaren Linien zu arbeiten, mit minimalistischen, stilistischen Mitteln menschliche Emotionen widerzuspiegeln.

Wie setzt Du das in Deiner Zusammenarbeit mit Shutterstock um?

Mit der Werbebranche hat meine Arbeit ja eigentlich nicht viel zu tun. Die Entscheidung, bei Shutterstock einige meiner Zeichnungen und Illustrationen anzubieten, war eher eine Art Experiment. Jetzt weiß ich, dass es eine gute Entscheidung war. Exklusive Anfragen aus verschiedensten Länder der Welt sprechen für sich. Die Portraits, die sich im Stockarchiv befinden, sind alle ohne wirkliches Modell entstanden. Sie sind für sich stehende Kunstwerke, die dank Shutterstock-Marketing in jedem Winkel der Erde bekannt werden.

Was inspiriert Dich?

Musik, Bücher, Wetter, meine Muse … vor allem aber ein weißes Blatt Papier!

Was liebst Du an Berlin?

Vielfältigkeit. Nahe am Herzen des Landes zu sein. Die pulsierende Energie der Hauptstadt, die mich wie ein kreativer Kokon umgibt und vorwärts treibt.

Erzähle uns doch etwas über Deinen Werdegang (Studium, Ausstellungen, Aufträge)

Mein Diplom habe ich als Lehrerin für Bildende Kunst und technisches Zeichnen in Nishnij Tagil, einer großen Industriestadt im Ural an der Grenze zwischen Europa und Asien, gemacht. Das Thema des Diploms war „Element Frau“. Damals wusste ich noch nicht, das dies das Hauptelement meiner Arbeit werden sollte.

Die erste Reise nach Deutschland und der darauf folgende Kulturschock hat meine spätere Kunst maßgeblich beeinflusst. Die deutsche Hauptstadt habe ich als riesige Baustelle und einen Fluss von Leuten wahrgenommen. Bunt, laut, charismatisch, exotisch. Meine lieben klassischen und sehr realistischen Bleistiftzeichnungen waren für mich auf ein mal passé. Dank Berlin habe ich meine persönliche Handschrift gefunden.

Immer wieder nehme ich an Ausstellungen und europaweiten Kunstprojekten teil. Ich finde es sehr wichtig, andere Künstler kennenzulernen, Ideen austauschen, neue Eindrücke zu gewinnen.

Eines meiner wichtigsten Projekte der letzten zwei Jahre war der Lyrikband der Poétesse Daniela Lindemann, der von mir gestaltet und mit Monotypien illustriert wurde. Von großer Bedeutung war auch, dass eines meiner Bilder als Leitmotiv einer Bewegung für Frauenrechte gewählt wurde. „With (he)art against FGM“ (Nähere Information zu dem Thema sind im Internet zu finden.)

An welchen Projekten arbeitest Du gerade?

Zur Zeit beschäftige mich mit Objektkunst. Holzpuppen aus meiner Kindheit, uralte Ostereier aus Holz, die ich zufällig auf einem der Trödelmärkte gefunden habe, all das wird später dann zu Kunstobjekten.

Eines meiner Dauerprojekte sind die Schattenbilder. Ich finde es immer wieder faszinierend zu beobachten, wie die Welt sich in Schatten biegt und sich abhängig von der Lichtquelle verändert.

Hast Du ein Lieblingsbild von Dir auf Shutterstock? Wie ist es entstanden?
Die Zeichnung entstand im Rahmen eines Wettbewerbs des Shutterstocks „Local Holiday Traditions“. Mein Beitrag dazu: eine russische Schnee-Maid. Obwohl ich nichts gewonnen habe und das Mädchen eigentlich überhaupt nicht wie eine eisige Märchenprinzessin aussieht, ist das eins meiner Lieblingsbilder.

Gibt es andere Shutterstock Anbieter, die Dir gefallen?

Es gibt einige Künstler und Illustratoren bei Shutterstock, deren Arbeiten mir gefallen. Slava Gerj zum Beispiel hat einen ausgeprägten und einzigartigen Stil. Es lohnt sich immer, nach neuen, interessanten Arbeiten zu schauen.

Author Sarah Huebinger